
Oft verstehen wir Sicherheit als etwas Grosses, das mit uns selbst wenig zu tun hat. Als etwas, das eigentlich bei der Polizei liegt und uns höchstens einmal begegnet, wenn uns etwas Schlimmes passiert. Doch Sicherheit ist etwas ganz Lebendiges. Sie entsteht mitten in unserem Alltag – und wirkt von dort aus ganz leise, aber unfassbar stark.
Zum Beispiel …
… wenn wir beginnen, die Nachrichten zu vermeiden, weil wir nicht mehr wissen, was wir noch glauben können.
… wenn wir öffentliche Institutionen langsam nicht mehr ernst nehmen, weil unser Vertrauen in sie schwindet.
… wenn wir politische Gespräche beginnen zu vermeiden, weil wir den ständigen Streit darüber satt haben, was angeblich «wahr» ist und was nicht.
… wenn Gesagtes plötzlich in etwas ganz anderes verzerrt wird und wir deswegen lieber schweigen.
… wenn ein Anrufer behauptet, ein Fremder habe Zugriff auf unser Konto gewonnen und uns um die Bestätigung unserer Kontonummer bittet.
… wenn wir die Polizei lieber nicht anrufen, weil wir die möglichen Konsequenzen fürchten.
… wenn wir sehen, dass etwas schiefläuft, uns aber denken, jemand anders wird schon etwas sagen.
Genau dort passiert Sicherheit. In diesen meist unscheinbaren Momenten, in denen wir miteinander sprechen – oder in denen unsere Kommunikation ihren Atem verliert.
Im Grunde ist Sicherheit also etwas ganz Ursprüngliches. Sie beginnt dort, wo wir im Gespräch bleiben – gerade in unsicheren Zeiten.
Das ist der Herzgedanke der «Aktionswoche Safety 360°».
Es geht hierbei um die vielen Facetten von Sicherheit in unserem gelebten Alltag – und darum, was uns darin schwächt oder stärkt. Und um das, was entsteht, wenn wir zusammenkommen und miteinander darüber sprechen.
Die Aktionswoche richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger. Sie sind herzlich eingeladen, die verschiedenen Angebote zu besuchen, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.
Wir freuen uns auf viele lebendige Gespräche und Begegnungen!




