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Intro Krisenresilienzgipfel

Krisenresilienzgipfel
8.-10. September 2025

Altdorf, Schweiz
Pressekontakt >

Krisenresilienzgipfel
8.-10. September 2025

Altdorf, Schweiz
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Internationaler Krisenresilienzgipfel

Aktionsplan, Pressemappe, Zitate, Fotos, Teilnehmende und vieles mehr

Internationale Expertinnen und Experten denken Verständigung neu – als Sicherheitsressource in Zeiten von Desinformation und Polarisierung der Gesellschaft. Unser gemeinsames Ziel: Ein evidenzbasierter und sofort umsetzbarer Aktionsplan für die Felder individuelle Resilienz, digitaler Bevölkerungsschutz, wissenschaftliche Politikberatung und resilienzfördernder Journalismus.

Veranstalter

Das gemeinnützige European Institute for Safe Communication (EISC) richtet den Summit aus. Wir fördern den systematischen Aufbau kommunikativer Kompetenzen, die Menschen handlungsfähig, widerstandsfähig und verbunden bleiben lässt. Wir setzen dafür das von uns entwickelte SACCIA-Konzept ein, das weltweit als Goldstandard für sichere Kommunikation gilt.


Aktionsfelder des Gipfels

Kommunikative Resilienz

Desinformation, KI-unterfütterte Manipulation, Fake News und Destabilisierung – Bedrohungen und Angriffe von aussen werden wir nicht mehr aus der Welt schaffen. Deshalb müssen wir das kommunikative und gesellschaftliche Immunsystem dagegen stärken. In diesem Aktionsfeld erarbeiten wir deshalb Empfehlungen und konkrete Massnahmen für Dialogfähigkeit, konstruktive Konfliktkompetenz und Selbstschutz gegen manipulative Kommunikationstechniken. Besonderes Augenmerk legen wir auf die junge Generation.

Digitaler Bevölkerungsschutz

Wie schützen wir uns vor kommunikativen Angriffen? Wie lassen sich Schutzmechanismen aktivieren? Wir erarbeiten Ansätze, um die Abwehrkräfte der Gesellschaft zu stärken: hochkarätig technologisch, regulatorisch, demokratisch legitimiert.

Wissenschaftliche Politikberatung

Politische Entscheidungen brauchen eine evidenzbasierte, valide und nachvollziehbare Wissensgrundlage. Wir erarbeiten eine robuste „Architektur“ und Goldstandard-Prozesse für eine effiziente Politikberatung mit den Zielen: Vertrauen in die Wissenschaft erneuern, Politik wissenschaftlich legitimieren, kommunikative Kluft zwischen Forschung und Entscheidungspraxis wirksam überbrücken.

Resilienz durch Journalismus

Wir formulieren Standards, Förderansätze und Kooperationsformate für einen resilienzfördernden Journalismus, der Menschen aus der Welt der sozialen Medien zurückgewinnen kann. Ziel ist ein Journalismus, der sich für die Bevölkerung lohnt. Die Medien haben das Potenzial, nicht nur zu informieren, sondern gesellschaftliche Resilienz zu stärken – indem sie orientieren, Zuversicht stärken und durch konstruktiven Diskurs den Zusammenhalt fördern.


Teilnehmende

Dr. Guido Baldi (Schweiz)

Vorstandsmitglied von Reatch, einer schweizweiten Denkfabrik von Wissenschaftler:innen, die den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft stärkt. Zugleich lehrt und forscht er am Volkswirtschaftlichen Institut der Universität Bern (seit 2011), am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) (seit 2012) sowie an der Hochschule Luzern (seit 2021). Seine Schwerpunkte sind Geldpolitik, Wirtschaftswachstum und der Wandel der Arbeit. Darüber hinaus engagiert er sich in weiteren Think-Tank-Initiativen zu Produktivität, Makroökonomie und Wirtschaftspolitik.

Raphael Bieri (Schweiz)


Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Geschäftsstelle der Bildungsdirektoren-Konferenz Zentralschweiz (BKZ) bzw. bei der Interkantonalen Lehrmittelzentrale (ilz). In dieser Funktion unterstützt er die Mitgliedskantone bei der Sicherstellung eines qualitativ hochwertigen Sortiments an Lehrmitteln. Weiter ist er Geschäftsführer der Kommission SRF School. Die Kommission berät die Redaktion des Schweizer Schulfernsehens bei Fragen rund um Unterrichtsvideos und Unterrichtsmaterialien für die Volksschule und die Sekundarstufe II.

Prof. Dr. Alexandra Borchardt (Deutschland)

Honorarprofessorin für Leadership und Digitalisierung an der TU München und Senior Research Associate am Reuters Institute der Universität Oxford. Internationale Expertin für digitalen Journalismus, Medienvertrauen, KI, Klimaberichterstattung und demokratische Resilienz. Ehemalige Managing Editor der Süddeutschen Zeitung und Direktorin der Leadership-Programme in Oxford. Coach von über 25 Redaktionen im WAN-IFRA-Programm „Table Stakes Europe“, Politikberaterin und Vizevorsitzende im Europarats-Expertengremium für Qualitätsjournalismus. Mitglied in internationalen Advisory Boards, u. a. Constructive Institute, M100 Sanssouci Colloquium, Wiener Zeitung, Klimafakten und Economia. Leitautorin der EBU-Reports zu generativer KI, Klimajournalismus und öffentlichem Rundfunk. Autorin von „Mehr Wahrheit wagen“ und „Mensch 4.0“.

Monika Bucher (Schweiz)

Geschäftsführerin der Interkantonalen Lehrmittelzentrale (ilz) – dem Kompetenzzentrum für Lehrmittel der Deutschschweizer Kantone. In dieser Rolle verantwortet sie die Koordination, Qualitätssicherung und digitale Transformation von Lehrmitteln. Zudem ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und stellvertretende Leiterin der Geschäftsstelle der Bildungsdirektoren-Konferenz Zentralschweiz (BKZ), wo ihre Schwerpunkte auf dem Lehrplan 21 (dem gemeinsamen Lehrplan für die Volksschule in der Deutschschweiz) sowie auf argev (zuständig für externe Schulevaluationen und Schulqualität) und Netzwerkkoordination insgesamt liegen.

Dr. Maya Bundt (Schweiz)

Präsidentin des Steuerungsausschusses zur Implementierung der Nationalen Cyber-Strategie (NCS) des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Ihre Karriere begann sie 2000 als Strategy Consultant bei der Boston Consulting Group. Von 2003 bis 2022 hatte sie bei Swiss Re verschiedene Führungsfunktionen inne, unter anderem als Cyber Practice Leader (2021–2022), Head Cyber and Digital Solutions (2016–2021), Chief of Staff Group Strategy sowie Head IT Functional Management. Seit 2022 ist sie hauptberuflich als Verwaltungsrätin tätig (Baloise, APG|SGA, Valiant Bank). Zudem gehört sie seit 2022 dem Stiftungsrat des Cyber Peace Institute an, leitet das Cyber Resilience Chapter der Swiss Risk Association und ist Mitglied der Cybersecurity-Kommission von digitalswitzerland.

Prof. Dr. Annik Dubied (Schweiz)

Vizepräsidentin des Schweizer Presserats, wo sie medienethische Fragestellungen massgeblich mitgestaltet. Professorin für Journalismus an der Universität Neuchâtel, Direktorin der Académie du Journalisme et des Médias (AJM) sowie Leiterin des Masterprogramms MA3CIG. Zudem ist sie Koordinatorin für die französischsprachige Schweiz beim European Journalism Observatory (EJO) mit Schwerpunkten in Medienethik und investigativem Journalismus. Darüber hinaus ist sie als Gutachterin in mehreren wissenschaftlichen Gremien wie dem Schweizerischen Nationalfonds (FNS), dem Fonds de la Recherche Scientifique (FNRS, Belgien) und dem Conseil de recherche en sciences humaines (Kanada) sowie für internationale Fachzeitschriften und Verlage tätig.

Prof. Dr. Christiane Eilders (Deutschland)

Direktorin des Center for Advanced Internet Studies (CAIS) in Bochum und Professorin für Kommunikationswissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Internationale Expertin für öffentliche Diskurse, digitale Meinungsbildung und Online-Kommunikation. Forschung zu Polarisierung, deliberativen Dynamiken und politischer Beteiligung in digitalen Räumen. Mitglied des DFG-Fachkollegiums Sozialwissenschaften, Mitherausgeberin der Publizistik und engagiert in zahlreichen wissenschaftlichen Beiräten, u. a. bei der Bundeszentrale für politische Bildung, der Demokratie-Stiftung Köln und dem Weizenbaum-Institut Berlin.

Prof. Dr. Mark Eisenegger (Schweiz)

Professor für Kommunikationswissenschaft an der Universität Zürich und ehemaliger Co-Direktor des Instituts für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IKMZ). Leiter des Forschungszentrums Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög), das seit 2010 das „Jahrbuch Qualität der Medien“ herausgibt. Als Präsident der Kurt Imhof Stiftung für Medienqualität und Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Fachgremien gilt er als führender Experte für Medienqualität, Medienwandel und digitalen Strukturwandel der Öffentlichkeit. Seine Forschung befasst sich mit Desinformation, Medienvertrauen, digitaler Nachrichtenvermeidung und den gesellschaftlichen Folgen der Plattformisierung. Er ist Projektleiter mehrerer interdisziplinärer Studien zur Mediennutzung und KI im Journalismus und hat zentrale Beiträge zur Erforschung der Medienöffentlichkeit im digitalen Zeitalter geleistet. 

Henriette Engbersen (Schweiz)

Bereichsleiterin «Public Value» bei der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG SSR). Sie startete ihre Karriere 2006 als Videojournalistin bei Tele Ostschweiz, wechselte später als Korrespondentin und Tagesschau-Journalistin zum Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) und berichtete von 2017 bis 2022 als Auslandkorrespondentin aus London. Engbersen studierte Journalismus und Kommunikation an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften sowie Visuelle Kommunikation an der Zürcher Hochschule der Künste. Seit 2023 verantwortet sie den Bereich «Public Value», der den Beitrag der SRG SSR für Demokratie, Vielfalt, Zusammenhalt und Wertschöpfung sichtbar macht.

Sir Peter Gluckman (Neuseeland)

Präsident des International Science Council (ISC), ISC Fellow, Mitglied des Fellowship Council sowie der Global Commission on Science Missions for Sustainability. Zudem leitet er Koi : The Centre forInformed Futures an der University of Auckland, wo er auch Distinguished Professor Emeritus ist. Als international anerkannter Biomediziner hat er mehr als 700 wissenschaftliche Studien und mehrere Bücher in den Bereichen Entwicklungsphysiologie, Endokrinologie, Neuroentwicklung und Evolutionsmedizin veröffentlicht. Von 2009 bis 2018 war er der erste wissenschaftliche Chefberater der neuseeländischen Premierminister:innen und von 2012 bis 2018 Wissenschaftsbeauftragter des Aussenministeriums. Er war Gründungsvorsitzender des International Network of Government Science Advice (2014–2021). Zudem publiziert und referiert er regelmässig zu Wissenschaftspolitik, Risikobewertung, Wissenschaftsdiplomatie und dem Verhältnis zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. 2016 erhielt er den AAAS Award forScience Diplomacy. Sir Peter wurde mit den höchsten zivilen und wissenschaftlichen Auszeichnungen Neuseelands geehrt. Er ist Fellow der Royal Society (London), der Royal Society of New Zealand und der Academy of Medical Sciences (UK) sowie Mitglied der National Academy of Medicine (USA). Darüber hinaus hat er Honorarprofessuren am University College London, an der University of Southampton und an der National University of Singapore inne.

Ulrik Haagerup (Dänemark)

Gründer und CEO des Constructive Institute. Zuvor über zehn Jahre Nachrichtenchef beim Dänischen Rundfunk (DR), davor Chefredakteur der Zeitungen Jyllands-Posten und NORDJYSKE Media. International ausgezeichneter Investigativjournalist und Träger des Cavling-Preises für seine Recherchen zu dänischen Hypothekenskandalen. Absolvent der Dänischen Journalistenschule und Knight Fellow an der Stanford University. Ritter des Dannebrogordens. Setzt sich weltweit für konstruktiven Journalismus als Antwort auf Polarisierung und Vertrauenskrise in den Medien ein. Autor des Buchs Constructive News, das in mehreren Sprachen erschienen ist.

Prof. Dr. Annegret Hannawa (Schweiz)

Internationale Pionierin für sichere Kommunikation in Hochrisikobranchen und Krisensituationen. Sie ist Professorin für Gesundheitskommunikation an der Università della Svizzera italiana (USI) in Lugano und leitet dort das Center for the Advancement of Healthcare Quality & Patient Safety (CAHQS). Als Gründungspräsidentin des European Institute for Safe Communication (EISC) treibt sie die Entwicklung und Umsetzung wissenschaftlich fundierter Kommunikationsstandards für sicherheitskritische Bereiche wie Medizin, Luftfahrt, Rettungswesen, Energiewirtschaft und globale Krisen voran. Ihre evidenzbasierten Modelle – darunter SACCIA und MEDC – gelten als Referenz für Fehlerprävention, Risikomanagement und Kommunikationsresilienz. Hannawa berät WHO, Ministerien und Gerichte weltweit und wurde als Expertin zu internationalen Spitzengipfeln eingeladen, etwa mit Bill Clinton, Angela Merkel und Bill Gates. Für ihre Forschung wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem International Applied Research Award der International Communication Association (ICA), der weltweit höchsten Auszeichnung auf dem Gebiet der angewandten Kommunikationswissenschaft, und dem Jozien Bensing Research Award. Sie ist Autorin von fünf Büchern und zahlreicher Publikationen in führenden internationalen Fachzeitschriften.

Jesper Himmelstrup (Dänemark)

Erfahrener Journalist und Medienpädagoge mit besonderem Fokus auf Jugendbeteiligung und konstruktive öffentliche Kommunikation. Er arbeitete zehn Jahre als Nachrichtenreporter beim Dänischen Rundfunk (DR) in Kopenhagen und Aarhus sowie als Redakteur im dänischen Umweltministerium. Von 2013 bis 2022 unterrichtete er Journalismus, Radio und Podcasting an der Krogerup Folk High School und lehrte zudem an der Dänischen Journalistenschule. 2022–2023 war er Fellow am Constructive Institute in Aarhus, wo er sich mit der Frage beschäftigte, wie junge Menschen wieder aktiver an öffentlichen Debatten teilnehmen können. Heute leitet er das Youth & Democracy Project des Constructive Institute, das junge Menschen dazu ermutigt, sich durch konstruktiven Dialog und neues Zuhören engagiert in demokratische Prozesse einzubringen.

Dr. Andrea Hungerbühler (Schweiz)

Geschäftsführerin der Kammer Pädagogische Hochschulen bei swissuniversities, der Konferenz der Rektorinnen und Rektoren der Schweizer Hochschulen. In dieser Funktion koordiniert sie die nationale Zusammenarbeit der Pädagogischen Hochschulen und ist massgeblich in strategische Bildungsfragen eingebunden. Zuvor leitete sie den Masterstudiengang Berufsbildung am Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB), arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bern und an der PHBern und war wissenschaftliche Politikstipendiatin bei den Parlamentsdiensten des Bundes. Ab April 2026 wird sie Generalsekretärin der Universität Bern.

Jodie Jackson (Grossbritannien)
Internationale Expertin für Medienkompetenz, mentale Resilienz und lösungsorientierten Journalismus. Bekannt durch ihr Buch You Are What You Read: Why Changing Your Media Diet Can Change the World, in dem sie die psychologischen Folgen der Negativitätsverzerrung in den Nachrichten und die positiven Effekte eines konstruktiven Medienkonsums aufzeigt. Mit Anfang 20 erlebte sie einen medieninduzierten Zusammenbruch – der Auslöser für eine über zehnjährige Forschungsreise zu den Schnittstellen von Medien, Psychologie und Neurowissenschaft. Daraus entwickelte sie Programme wie „Navigating News, Nurturing Hope“, die Medienkompetenz mit psychischer Gesundheit verbinden. Sie hält weltweit Keynotes – darunter ihren TEDx-Vortrag Beyond Fake News: How to Heal a Broken Worldview – und ist Kolumnistin beim CEOWORLD Magazine.
Prof. Dr. Lucy Küng (Schweiz/Grossbritannien)

Internationale Expertin für digitale Transformation in den Medien. Als strategische Beraterin, Verwaltungsrätin, Speakerin und Autorin unterstützt sie seit über zwanzig Jahren führende Medien- und Technologieunternehmen weltweit bei Strategie, Innovation und Leadership. Zu ihren Auftraggebern zählen u. a. BBC, CNN, NPR, Google, Meta, Schibsted, Vodafone, SVT und die Financial Times.

Sie ist Non-Executive Board Member der NZZ-Mediengruppe, Senior Research Fellow am Reuters Institute der Universität Oxford und war zuvor u. a. im Verwaltungsrat der SRG SSR, bei Vizrt sowie als Trustee des Bonn Institute tätig. Akademisch lehrte sie an den Universitäten Oslo und Jönköping sowie am IESE Institute of Media and Entertainment in New York. Küng hat zahlreiche Fachbücher veröffentlicht, darunter Strategic Management in the Media (2023), Hearts and Minds (2019) und Going Digital (2017). Sie promovierte und habilitierte an der Universität St. Gallen, erwarb einen MBA an der City Business School/Ashridge und erhielt 2020 die Ehrendoktorwürde der Universität Neuchâtel. 2017 wurde sie mit dem European Media Management Award ausgezeichnet.

Dr. Simone Ledermann (Schweiz)

Leiterin der Parlamentarischen Verwaltungskontrolle (PVK) bei den Parlamentsdiensten in Bern, dem Evaluationsdienst der Bundesversammlung. Im Auftrag der Geschäftsprüfungskommissionen (GPK) führt die PVK Studien zur Rechtmässigkeit, Zweckmässigkeit und Wirksamkeit der Tätigkeiten der Bundesbehörden durch. Zudem überprüft sie auf Antrag weiterer parlamentarischer Kommissionen die Wirksamkeit von Bundesmassnahmen. Ledermann verfügt über umfangreiche Expertise in Evaluationsmanagement, Konzept- und Prozessevaluationen, Politik- und Vollzugsanalysen sowie Wirkungsevaluationen. Ihr Schwerpunkt liegt auf evidenzbasierter Politiksteuerung und der methodisch anspruchsvollen Messung der Wirksamkeit politischer Massnahmen.

Prof. Anne Leppäjärvi (Finnland)

Präsidentin der European Journalism Training Association (EJTA), Vorstandsmitglied des International Press Institute (IPI) und Beiratsmitglied des Media Diversity Research Center (MDRC). Sie ist Journalistin, Medienkompetenz-Trainerin und Journalismus-Studiengangsleiterin mit umfassender Erfahrung in der Entwicklung von Ausbildungsprogrammen und Lehrmaterialien. Für ihre Verdienste um die Entwicklung der Journalismusausbildung wurde Leppäjärvi mit dem Finnish Grand Prize for Journalism ausgezeichnet. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit Resilienz in der journalistischen Arbeit.

Dr. Tobias Maier (Deutschland)

Leiter des Lehrbereichs am Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik), Deutschlands Kompetenzzentrum für Wissenschaftskommunikation an der Schnittstelle von Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. Der promovierte Biologe verfügt über mehr als zehn Jahre internationale Forschungserfahrung und ist seit 2015 am NaWik tätig, wo er wissenschaftlich fundierte Lehrformate entwickelt und leitet. Seine besondere Expertise liegt in evidenzbasierter Wissenschaftskommunikation und in der Vermittlung komplexer wissenschaftlicher Inhalte an unterschiedliche Zielgruppen.

Oleksandra Marchenko (Ukraine)

Leiterin von Nadiyno, nachdem sie 15 Jahre lang gross angelegte Projekte in den Bereichen Medien, Technologie und NGOs geleitet hat, die ein internationales Millionenpublikum erreichten. Nadiyno.org ist der erste kostenlose Beratungsdienst für Cybersicherheit in der Ukraine. Seit 2022 beantwortet das Team Anfragen und führt Schulungen zu digitaler Kompetenz und digitaler Sicherheit durch. Bisher hat der Dienst mehr als 325.000 individuelle Anfragen bearbeitet und über 1,55 Millionen einzigartige Nutzer:innen erreicht. Der Schwerpunkt von Marchenkos Arbeit liegt darin, Wissen über Cybersicherheit zugänglich zu machen und die digitale Resilienz der Ukrainer:innen auf individueller Ebene zu stärken. Sie setzt sich dafür ein, Cybersicherheit zu einem Recht und nicht zu einem Privileg zu machen – für jede einzelne Person, die in der digitalen Welt am verwundbarsten bleibt. Ihre Karriere begann im Journalismus bei der BBC und der Deutschen Welle, bevor sie in die strategische Kommunikation für NGOs wie Brand Ukraine und Save the Children International wechselte und später beim Tech-Unternehmen Depositphotos tätig war. In den vergangenen drei Jahren hat sie aktiv ukrainisches Talent und Kultur weltweit gefördert und die Stimme der Nation durch internationale Veranstaltungen und Medienbeiträge verstärkt. Um weibliche Führung zu fördern und die Frauen-Community zu stärken, teilt sie ihre Erfahrungen darüber, wie man das Leben von Grund auf neu aufbauen und eine Branche verändern kann, in Mentoring-Programmen mit ihrem Vortrag „Resilienz in Kriegszeiten“.

Prof. Dr. George Metakides (Griechenland)

Adjunct Professor an der European University of Cyprus, Visiting Professor an der University of Southampton, Präsident des Digital Enlightenment Forum und Berater mehrerer internationaler Organisationen. Seine Arbeit befasst sich mit den wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung – insbesondere mit Fragen der Cybersicherheit, des Datenschutzes und der Regulierung – sowie mit der Förderung internationaler Zusammenarbeit für ein digitales Ökosystem, das gemeinsame menschliche Werte achtet. Sein Ph.D. in Mathematischer Logik erhielt er 1971 an der Cornell University. Anschliessend lehrte er am MIT, an der Cornell University und an der University of Rochester, bevor er nach Griechenland zurückkehrte, wo er den Lehrstuhl für Logik an der Universität Patras übernahm. Seit 1984 bekleidete er führende Positionen in europäischen Institutionen mit Verantwortung für Forschungs- und Entwicklungspolitik, Förderprogramme und internationale Kooperation, darunter als Direktor des ESPRIT-Programms. Er war massgeblich an der Gründung international bedeutender Institutionen beteiligt – insbesondere am Start des World Wide Web Consortiums im Jahr 1993 – und wurde für seine Leistungen mit zahlreichen Preisen und Ehrendoktoraten ausgezeichnet. Zudem ist er korrespondierendes Mitglied mehrerer nationaler Akademien.

Thomas Minder (Schweiz)

Langjähriger Schulleiter und Präsident des Verbands Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz (VSLCH), der als nationale Stimme die Interessen von rund 2200 Schulleitenden gegenüber Politik und Öffentlichkeit vertritt. Seit 2007 leitet er die Schulen der Volksschulgemeinde Eschlikon und engagiert sich für die strategische Weiterentwicklung des Bildungswesens. Er war Mitglied des Kernteams zur Einführung des Lehrplans 21 im Kanton Thurgau und bringt neben Weiterbildungen in Schulmanagement, Medienarbeit und Kommunikation umfassende Erfahrung in Schulführung, Qualitätsentwicklung und Bildungspolitik mit. Minder gilt als eine der führenden Stimmen in der Schweizer Schulführung – insbesondere in Debatten um Lehrpersonalmangel, Digitalisierung sowie Integration und schulisches Klima, speziell auch in Krisen.

Dr. Angela Müller (Schweiz)

Mitglied der ausserparlamentarischen Eidgenössischen Medienkommission (EMEK), einer vom Bundesrat eingesetzten, unabhängigen Expertenkommission, die Behörden in Fragen der Medienpolitik und gesellschaftlichen Kommunikation berät. Zudem Geschäftsleiterin von AlgorithmWatch CH in Zürich und Mitglied des internationalen Executive Boards von AlgorithmWatch in Berlin, einer zivilgesellschaftlichen Organisation, die sich für einen gerechten und demokratischen Einsatz von Algorithmen und Künstlicher Intelligenz einsetzt. In dieser Funktion verantwortet sie Strategie, Management, Politik- und Advocacy-Arbeit sowie Forschung und Investigativprojekte. Als Expertin hat sie vor dem Europarat, dem Deutschen Bundestag, dem Schweizer Parlament und EU-Parlamentsgruppen ausgesagt. 2024 wurde sie in die Liste der „100 Brilliant Women in AI Ethics“ aufgenommen.

Prof. Dr. Thomas Nygren (Schweden)

Professor für Geschichts- und Sozialkundeunterricht an der Universität Uppsala. International anerkannter Experte für digitale Bildung, Desinformationsresilienz, kritisches Denken und Menschenrechtsbildung. Forschungsarbeiten zu KI in der Schule, politischer Bildung und digitaler Quellenkritik. Projektleiter von News Evaluator und Digital Literacy Across Disciplines, Experte der EU-Kommission für Bildung gegen Desinformation. Ausgezeichnet mit dem Pädagogikpreis der Universität Uppsala und dem schwedischen Medienpreis „Goldene Lupe“ für sein Engagement zur Förderung digitalen Denkens.

Prof. Dr. Paul Timmers (Niederlande)

Paul Timmers ist Research Fellow an der Universität Oxford, Oxford Internet Institute, Professor an der KU Leuven und der European University Cyprus, Senior Advisor am EPC – European Policy Centre – in Brüssel, Aufsichtsratsvorsitzender der Estonian eGovernance Academy, Mitglied des EU Cyber Direct Advisory Board für Cyberdiplomatie, Research Fellow bei CERRE, einem Think Tank für Regulierung, und CEO von iivii. Zuvor war er Direktor bei der Europäischen Kommission/DG CONNECT, Kabinettsmitglied eines EU-Kommissars, Manager in einem großen IKT-Unternehmen und Mitbegründer eines IKT-Start-ups. Seine Hauptinteressen sind digitale Politik, Geopolitik und Europa. Er publiziert und spricht häufig über digitale Entwicklungen, Technologie und Souveränität, Cybersicherheit, Industriepolitik und sektorale Politiken wie digitale Gesundheit und berät regelmäßig Regierungen und Think Tanks.

Tiina Stämpfli (Schweiz)
Stv. Geschäftsführerin der Stiftung Science et Cité, dem Kompetenzzentrum Dialog der Akademien der Wissenschaften Schweiz. Science et Cité ist spezialisiert auf niederschwellige und innovative Kommunikationsformen, oftmals mit unmittelbarem Kontakt zwischen Forschenden und der Bevölkerung. Sie leitet den Bereich Citizen Science mit dem Netzwerk Schweiz forscht, das Citizen-Science-Projekte sichtbarer macht, Akteur:innen vernetzt und gemeinsames Lernen fördert. Sie ist in nationalen wie internationalen Fachgremien aktiv, unter anderem war sie Chair der Swiss Expert Group for Citizen Science und Delegierte der Schweiz in der OECD-Arbeitsgruppe Embedding Citizen Science into Research Policy. Berufliche Stationen waren die Universität Bern, das Bildungsdepartement des Kantons Aargau sowie der Bildungsraum Nordwestschweiz.
Riccardo Ramacci (Schweiz)

Portfoliomanager im Themenbereich Demokratie bei der Stiftung Mercator Schweiz. Im Rahmen dieser Funktion befasst er sich mit dem digitalen Strukturwandel der Öffentlichkeit und dessen Auswirkungen auf Gesellschaft und Demokratie. Konkret leitet er unter anderem das Portfolio der Medienförderprojekte bei der Stiftung – etwa den trinationalen Medienförderfonds Media Forward Fund, das Haus für gemeinnützigen Journalismus Publix in Berlin oder den Schweizer Verein Öffentlichkeitsgesetz.ch. Zudem ist er Co-Chair des europäischen Stiftungsnetzwerks Journalism Funders Forum.

Prof. Dr. Dr. Ortwin Renn (Deutschland)

Weltweit gefragter Politikberater und international führender Experte für Risiko- und Nachhaltigkeitsforschung. Ehemaliger wissenschaftlicher Direktor des Potsdamer Forschungsinstituts für Nachhaltigkeit (RIFS) und Leiter des gemeinnützigen Forschungsinstituts DIALOGIK für Partizipations- und Kommunikationsforschung. Zuvor Professor für Technik- und Umweltsoziologie an der Universität Stuttgart sowie Gastprofessor unter anderem in China und Norwegen. In Forschung und Beratung befasst er sich mit systemischen Risiken, Energiewende, Bürgerbeteiligung, Technikfolgenabschätzung und Digitalisierung. Er war Präsident der Internationalen Gesellschaft für Risikoanalyse, Mitglied des Beraterstabs des EU-Kommissionspräsidenten sowie Vorsitzender zahlreicher wissenschaftlicher Beiräte von Bund und Ländern. Mitglied der Leopoldina, von acatech und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Ausgezeichnet unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse sowie Ehrendoktorwürden der ETH Zürich und der Mid Sweden University. Zu seinen bekanntesten Büchern zählen Risk GovernanceDas Risikoparadox und Gefühlte Wahrheiten.

Markus Riner (Schweiz)

Digitalstratege mit über 20 Jahren Erfahrung in leitenden IT- und Transformationsrollen in der Energie-, Gesundheits- und Industriebranche. Seit 2019 leitet er die Bereiche Digitalisierung und IT beim Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE), wo er strategische Initiativen zur digitalen Transformation der Branche verantwortet – etwa zur Integration erneuerbarer Energien, zum Einsatz von KI und Datenanalyse sowie zur Entwicklung sektorweiter Plattformlösungen. Zuvor war er in CIO- und CDO-Funktionen unter anderem bei EKZ, Alpiq, Swisscom, vonRoll infratec und CRH tätig. Seine Schwerpunkte reichen von IT-Strategie, Innovations- und Plattformmanagement über Industrie 4.0 bis zu Smart Services und Cloud-Transformation. Er verfügt über breite Erfahrung im Aufbau agiler Strukturen, in der Umsetzung von IT-Roadmaps sowie in der Zusammenarbeit mit Technologie- und Branchenpartnern. Als Berater und Interim-Manager war er zudem in organisationsübergreifenden Innovations- und Transformationsprojekten aktiv.

Prof. Dr. Jon Roozenbeek (Grossbritannien)
Psychologe, Desinformationsexperte und preisgekrönter Wissenschaftler auf dem Gebiet der politischen Psychologie sowie Dozent für Psychologie an der Universität Cambridge. Seine Forschungsschwerpunkte sind Propaganda, Autoritarismus und intergruppale Konflikte – mit besonderem Fokus auf den russisch-ukrainischen Krieg und den Einsatz moderner Kommunikationstechnologien (einschließlich KI) in der Informationskriegsführung. Er entwickelte Interventionen zur Stärkung der digitalen Resilienz, darunter die preisgekrönten Spiele Bad News und Go Viral. Seine Bücher The Psychology of Misinformation und Propaganda and Ideology in the Russian-Ukrainian War (Cambridge University Press, 2024) gelten als bahnbrechend. Im Jahr 2025 erhielt er den Jim Sidanius Early CareerAward der International Society of Political Psychology. 
Prof. Dr. Fritz Sager (Schweiz)

Professor für Politikwissenschaft und Vizerektor Lehre an der Universität Bern. Er leitet das Kompetenzzentrum für Public Management und zählt zu den führenden Schweizer Experten für Verwaltungswissenschaft, Policy-Forschung und Governance. Seine Forschung verbindet Grundlagenfragen mit praxisorientierter Politikberatung, etwa in der Gesundheits-, Verkehrs- und Umweltpolitik. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Marshall E. Dimock Award und zweimal mit dem Prix SEVAL. Er ist Autor mehrerer Standardwerke zur Verwaltungs- und Policy-Forschung und publiziert regelmäßig in renommierten internationalen Fachzeitschriften wie Governance und Public Administration Review.

Dr. Daniel Storch (Schweiz)

Leiter der Sektion Radiologische Risiken in der Abteilung Strahlenschutz des Bundesamts für Gesundheit (BAG) in Bern sowie wissenschaftlicher Sekretär der Eidgenössischen Kommission für Strahlenschutz und Überwachung der Radioaktivität (KSR). Die von ihm geleitete Sektion verantwortet die Vorbereitung und Reaktion auf nukleare und radiologische Notfälle. Dazu gehören unter anderem die Verteilung von Jodtabletten, der Schutz vor Radon sowie der Umgang mit radiumkontaminierten Standorten. In seiner Sekretärsfunktion unterstützt er die KSR organisatorisch und fachlich und wirkt als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Behörden und Politik.

Dr. Linards Udris (Schweiz)

Senior Researcher am Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög) sowie am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IKMZ) der Universität Zürich. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der politischen Kommunikation, der Soziologie der Öffentlichkeit, dem sozialen Wandel und der Medienqualität. Er ist Mitherausgeber des jährlich erscheinenden Jahrbuchs Qualität der Medien und untersucht umfassend Themen wie Medienvielfalt, Nachrichtenresonanz, digitale Mediennutzung und Desinformation in der Schweiz. Udris ist Lehrbeauftragter an mehreren Universitäten und Fachhochschulen. Für seine Dissertation wurde ihm ein Förderpreis der Schweizerischen Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaft verliehen. Aktuelle Projekte beschäftigen sich mit Mediennutzungstrends, der Rolle von Tech-Informations-Intermediären und der demokratischen Qualität der Medienberichterstattung.

Prof.  Dr. Sander van der Linden (Grossbritannien)

Professor für Sozialpsychologie an der University of Cambridge und Direktor des Cambridge Social Decision-Making Lab. Als international führender Experte für Desinformation, Polarisierung und psychologische Resilienz gegen Manipulation erforscht er die Wirkmechanismen von (Fehl-)Information und entwickelt innovative Bildungs- und Präventionsansätze wie „Prebunking“. Seine Arbeiten zur Psychologie von Verschwörungstheorien, Künstlicher Intelligenz und digitalen Medien gelten weltweit als wegweisend. Er ist Autor des mehrfach preisgekrönten Bestsellers FOOLPROOF, Berater für WHO, EU-Kommission und britische Regierung sowie Mitglied der International Panel on the Information Environment. Van der Linden zählt laut Clarivate zu den meistzitierten Sozialwissenschaftlern weltweit.

PD Dr. Caroline Schlaufer (Schweiz)

Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin am Kompetenzzentrum für Public Management (KPM), und seit 2022 Leiterin des Policy Teils des Ethics and Policy Lab (EPL) des Multidisciplinary Center for Infectious Diseases (MCID) der Universität Bern. Ihr Forschungsinteresse gilt der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Politik, Politikberatungssystemen, der politischen Nutzung wissenschaftlicher Evidenz, sowie der Rolle von Narrativen in der Politikgestaltung. Ihre Arbeit EPL umfasst auch Dienstleistungen für die öffentliche Verwaltung und politische Entscheidungsträger, z.B. führt sie angewandte Forschungsprojekte durch zur Erarbeitung von gesellschaftlich akzeptierten und umsetzbaren politischen Massnahmen.  

Prof. Dr. Brian Spitzberg (USA)

Regents Distinguished Professor Emeritus an der San Diego State University und international führender Forscher zur „dunklen Seite der Kommunikation“, insbesondere Desinformation, Meme-Diffusion und digitale Bedrohungen. Sein im September 2023 erschienenes Buch Theorizing Mediated Information Distortion: The COVID19 Infodemic and Beyond entwickelt ein mehrdimensionales Theoriegerüst zur Verzerrung von Informationen durch Medien – von Desinformation über Fake News bis zu Verschwörungstheorien. Spitzberg hat über 175 Publikationen veröffentlicht und seine früheren Arbeiten zu Kommunikation, Bedrohung und Konflikt gelten als Standardwerke. Besonders einflussreich war sein Buch The Dark Side of Communication. Seine Forschung liefert die theoretische Basis für aktuelle Debatten über Medienvertrauen und öffentliche Resilienz.

Prof. Dr. Donna Surges Tatum (USA)

Gründerin und Präsidentin von Meaningful Measurement, Inc., Expertin für psychometrische Evaluation, Kommunikation und Zertifizierung im Gesundheitswesen. Entwickelte und betreute über 25 Jahre lang nationale Prüfungs- und Lizenzierungsprogramme, u.a. für die American Osteopathic Association und die Federation of State Massage Therapy Boards. Gründerin des National Certification Board for Alzheimer’s and Aging Care. Trägerin mehrerer Fachauszeichnungen für ihre Pionierarbeit in der Kompetenzmessung.

Prof. Dr. Sabine Süsstrunk (Schweiz)

Präsidentin des Schweizerischen Wissenschaftsrats und Professorin für Bild- und Medienverarbeitung sowie Dekanin der School of Computer and Communication Sciences an der École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL). In ihrer Funktion als SWR-Präsidentin berät sie den Bundesrat in strategischen Fragen der Forschungs- und Innovationspolitik. An der EPFL leitet sie das Image and Visual Representation Lab und war Gründungsdirektorin des Digital HumanitiesInstitute. International gilt sie als führende Expertin für computergestützte Bildgebung, maschinelles Lernen und Computer Vision. Ihre Forschung konzentriert sich auf die Analyse und Optimierung visueller Daten – von Bildqualität und -ästhetik bis hin zu KI-gestützter Bildverarbeitung. Sie ist Autorin von über 200 wissenschaftlichen Publikationen und Inhaberin von mehr als zehn Patenten. Sabine Süsstrunk ist Mitglied des Verwaltungsrats der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG SSR) und der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW). Für ihre Forschungs- und Lehrtätigkeit wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Scientist of the Year Award der Society forImaging Science and Technology (IS&T).

Prof. Dr. Effy Vayena (Schweiz)

Professorin für Bioethik an der ETH Zürich und international führende Expertin für digitale Gesundheit, Datenethik und Technologiepolitik. Sie leitet das Health Ethics & Policy Lab am Department of Health Sciences and Technology und berät internationale Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur ethischen Nutzung von KI, Big Data und digitalen Gesundheitstechnologien. Ihre Forschung verbindet bioethische Analyse mit konkreten politischen Empfehlungen zu Themen wie genomischer Medizin, personalisierter Gesundheitsversorgung und datenbasierter Pandemiebekämpfung. Vayena war Faculty Associate am Berkman Klein Center der Harvard University, gewähltes Mitglied der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften und federführend an globalen Leitlinien zur Ethik digitaler Kontaktverfolgung beteiligt. Sie publizierte über 100 wissenschaftliche Arbeiten in führenden internationalen Fachzeitschriften.

Hansi Voigt (Schweiz)

Gilt als einer der Pioniere des digitalen Journalismus in der Schweiz. Nach Stationen bei der Basler Zeitung, der Wirtschaftswochenzeitung CASH und dem Beobachter – wo er für eine Reportage den Zürcher Journalistenpreis erhielt – übernahm er 2008 die redaktionelle Leitung von 20 Minuten Online und entwickelte es zum grössten Newsportal des Landes. 2013 gründete er die Fixxpunkt AG und lancierte watson.ch, das sich rasch als drittes grosses Online-Newsmedium der Schweiz etablierte. Das Fachmagazin Schweizer Journalist zeichnete ihn dreimal als „Chefredaktor des Jahres“ aus. Heute ist er Mitglied der Geschäftsleitung des Basler Medienprojekts Bajour und Co-Geschäftsführer von Wepublish, einer dezentralen technischen Infrastruktur für unabhängige journalistische Medien. Zudem ist er Mitgründer des Verbands Medien mit Zukunft, der sich für publizistische Vielfalt jenseits der grossen Verlagshäuser einsetzt. Darüber hinaus wirkt er in Jury- und Verwaltungsratsmandaten mit und ist ein gefragter Redner zu Medienentwicklung und digitaler Kommunikation, u. a. an der Re:publica Berlin und als TEDx-Speaker.

Prof. Dr. Vinzenz Wyss (Schweiz)

Schweizer Medien- und Kommunikationswissenschaftler, Professor für Journalistik am IAM – Institut für Angewandte Medienwissenschaft der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Einer der führenden Experten im deutschsprachigen Raum für journalistische Qualität, Medienethik und Journalismustheorie. Entwickelte mit seinem Team praxistaugliche Konzepte zur Qualitätssicherung im Journalismus und leitet die vom Bundesamt für Kommunikation anerkannte Evaluationsstelle MQA – Media Quality Assessment. Gründungsmitglied des Vereins für Qualität im Journalismus, langjähriger Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaft und engagierter Impulsgeber für Medienbildung. Zahlreiche Publikationen und Studien zu Redaktionsforschung, Medienkritik und gesellschaftlicher Funktion journalistischer Kommunikation.

Andreas Zoller (Schweiz)

Leiter Public Affairs und Mitglied der Geschäftsleitung beim Verlegerverband Schweizer Medien. Setzt sich für starke und unabhängige Medien als Fundament der Demokratie ein – und bringt breite Erfahrung aus Politik, Verbandsarbeit und Kommunikation in den Dialog zwischen Gesellschaft, Wirtschaft und Politik ein. Mit einem Abschluss in Politikwissenschaft an der Universität Zürich sowie einem Master of Advanced Studies in Public Management (HSLU) verbindet er strategisches Wissen mit praktischer Erfahrung. 

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Prof. Dr. Annegret Hannawa
Präsidentin EISC

Wir stehen Ihnen gerne für Interviews und Hintergrundgespräche zur Verfügung – auch im Vorfeld des Gipfels!

Ort:
Innovations-Biotop Uri, Bahnhofplatz 1, Altdorf (CH)
Pressekonferenz:
10. September 15.00 Uhr, Innovations-Biotop Uri

Press conference audio (MP3)

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Prof. Dr. Annegret Hannawa
Präsidentin EISC

Wir stehen Ihnen gerne für Interviews und Hintergrundgespräche zur Verfügung – auch im Vorfeld des Gipfels!

Ort:
Innovations-Biotop Uri, Bahnhofplatz 1, Altdorf (CH)
Pressekonferenz:
10. September 15.00 Uhr, Innovations-Biotop Uri

European Institute for Safe Communication (EISC)
c/o Innovations-Biotop Uri
Bahnhofplatz 1
6460 Altdorf (UR) Switzerland


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